aqui esta la marthita,
frisch und munter, mit schlafsand im auge und zerstrubbeltem haar … die lebensfreude sprueht nur so aus meinem schlaffen koerper, ich koennte baeume ausreissen, ein neues abwassersysstem in masaya graben und die welt retten … aber vorher werd ich mich noch kurz aufs ohr hauen …
die zeit rast und haellt nicht einmal an um mir ein minuetchen pause zu goennen. ich hinke ihr hinterher und bleibe an jeder ecke stehen.
staunend.
aufgeregt.
was kommt wohl als naechstes … ?
aber die zeit kennt keine gnade.
also nichts wie weiter.
meine neuesten projekte … um die klitzkleinen luecken zu fuellen, die noch bleien.
kleine katze retten und aufpaeppeln.
deutsch unterrichten fuer strassenkinder
gitarre spielen und nicalieder lernen jeden freitag mit´n paar jungens aus katharina.
spanisch lernen, wie bekloppt.
und natuerlich meine projektarbeit in diriomito …
das ist fuellend … ausfuellend und erfuellend. und zeitfuellend.
zu diromito … ja … endlich hat mein hauptaufgabe begonnen – ich kann mich hineinstuerzen in die englischen welten, die den kiddis hier so unglaublich verborgen sind!
englisch wird nicht als sprache begriffen, zu der man einen zugang bekommen und die man tatsaechlich beherrschen kannn.
sich selbst als eigenstaendig denkendes indvidum, mit eigen ideen, staerken – das fehler macht um zu lernen – zu sehen und zu akzeptieren … ist genauso neuland …
und dass ist auch der punkt, an dem ich anfangen will zu arbeiten!
es geht weniger um die regeln, die eine sprache ausmacht, sondern um das gefuehl … fuer eine sprache … ein gefuehl fuer sich selbst und seine eigenen staerken. selbstaendig denken, reflektieren … logik …
das ist schwer … denn die schule lehrt ganz im gegensatz dazu. und ich will nicht entgegend, dem taeglichen muster lehren, aber auch nicht meine ideale und zielsetzungen aufgeben – fuer eine art schulsystem, dass ich so gar nicht mit mir vereinbaren kann …
also probier ich mich aus und suche denn mittelweg.
wie anstrengend, nach einem langen tag voller konzentration, lernen, rauszukriegen was der lehrer hoeren, will, auswendig lernen und herunter beeten, auch noch ins projekt zu kommen, mit all den hausaufgaben und zusaetzlichen arbeiten und dann noch englischunterricht zu bekommen – da is die energie hin!
aber die helden schlagen sich gut.
ich uneterrichte jeden tag der woche die secundaria, ab dieser woche in verschieden gruppen dem nievaeu entsprechend und zweimal die woche die primaria … bei spielen und kreativen aufgaben, kriegen sie sich nicht mehr ein … man kann selbst aus den schuechternsten ein strahlen und teilname herauskitzeln …
merkwuerdig, ich habe mich nie als lehrende person gesehen – fuer soziale problematiken und fragestellungen vielleicht – im umgang mit menschen, also … aber nicht fuer schulstoff. es faellt mir aber doch recht leicht mich zurecht zu finden und meine eigen art und weise zu finden! ich bin gespannt, wo uns dass noch hinfuehrt. was haengen bleibt, was wir lernen … ergeiz hab ich schon – ein wenig, wenigstend, von meinen plaenen auch umzusetzen.
mit elsa werde ich in ein paar monaten das vielbesungene theaterprojekt starten. augusto boal hab ich schon vor ihr auseinanderklamuesert und ihr schien zu gefallen, was sie da gehoert hat!
je mehr ich die kinder kennenlerne, desto sicherer werde ich mir, dass theater umsetzbar sein kann – aber es fehlt defintiv noch vorarbeit … vertrauensbasis muss geschaffen werden!
diese woche werden ich und elsa den deutschunterricht fuer einen anderen freiwilligen im centro uebernehmen … auch spannend … keinen plan, was uns da erwarten …
sonst versuch ich mit moeglichst viel bunten krams zum spielen durch die gegend zu ziehen, damit man jederzeit jonglieren oder pois mit kinder ausprobieren kann …
meine teilzeitgitarre musste ich leider wieder zurueckgeben – aber dank roberto, werd ich wohl dem naechst meine eigen in haenden halten. was so schoene situationen entstehen lassen kann … von kleinen wesen umringt auf der strasse sitzen, im schein der warmen orangen lichter, kinderstimmen, lachen, singen, spanisch, deutsch, englisch worte … klaenge … naehe … unbeschreib- und ersetzbar …
kleine katzenpfoten bedanken sich fuers am lebens sein und ich werde in den schalf geschnurrt. wie dankbar kann doch ein lebewesen sein … ich hab den kartoffelpups aus meinem projekt gerettet, sein bruder ist schon gestorben – einfach so unter der nase aller weg – keiner hats registriert – mama gibts auch nicht. das war nicht mehr auszuhalten fuer marthita …
also kurzer hand katze untern arm geklemmt und nachhause transportiert – ziemlich vollgekackt und schraeg angekuckt hab ichs nach hause geschafft … irene hasst katzen, wie sonst auch alle anderen tiere … aber zum hoch paeppeln hat sie nichts dagegen …
pucahund hat tatsaechlich angst vor dem kleinen schwachen knoedel … alle verrueckt hier! der schwache knoedel jedenfalls waechst und gedeiht praechtig … bald braucht er ein neues zuhause … sonst liegt mein zimmer in schutt und asche!
jetzt gehts ins projekt …
ich muss los …
freu mich schon …
wer weiss was heute passiert …
















































