erst mal milch holen. wir haben vier pulperias in der strasse. VIER! nein fuenf … und die strasse ist nicht besonders lang! alles was man brauchten kann, wird im wohnzimmer einer familie angeboten. meine lieblingspulperia ist 20 meter von unserem haus, die strasse runter entfernt. milch in einer wabbeligen plastetuete und diese himmlisch weichen broetchen (die wenn man sie zusammenknautscht quasi verschwinden) und keckse – aus brasilien. manchmal waschmittel und frescos. aber die suessen saefte gibts nicht nur in den pulperias, die gibts fast in jedem haushalt. schoen abgefuehlt in kleine plastikbeutel. grad is passionsfruchtzeit …
wach gemacht werden wir in der regel von den chocoitos … choco und late. die haben ein stummenvolumen! sitzen vor unserem fenster und quaeken sich die sehle aus dem leib. nicas und ihre voegle haben eine recht seltsame beziehung, waehrend hier jedes tier verwarlost und misshandelt wird. sind diese kleinen gruenen viecher die einzigen, die – obwohl sie rein gar keinen nutzen haben – abgeknutscht, ueberfuettert, geliebt und bemuddelt werden. die fluegelchen werden schoen gestuzt, so dass die tiere dekorativ herumsitzen muessen. man redet mit ihnen in der babysprache … duzidiziduuuu … kleines voegledipoegelchenchenchen … und raul laesst sie an seiner zunge knabbern … aeh! ja.
zum mercado ists nicht weit. ist billiger als der supermarkt (pali), aber man verlaeuft sich mit sicherheit!
der wahnsinn. ein riesiges sieben (von oben) eckiges gelande. meist ueberdacht, das gemuese befindet sich im freien. schampoo, neben lederschuhen, neben taschen aus guatemala, neben ranzigen fleischbergen, neben frisoersalones, neben tourikram, neben secoundhandkisten, neben dicken marktfrauen, neben lautsprechern die reggaeto duedeln, neben lebenden hennen, neben …
auf dem weg ins tiefe monimbo. an diesen aufgereiten flaeschchen kommen wir fast jeden tach vorbei.
der typ, der mitten auf der strasse steht und wasserbeutelchen an die vorbeifahrenden autos verlauft. 1 cordoba, das tuetchen. 1/20 dollar.
die farmacias gibts wie sand am meer. in grossen strassen liegen sie auf den gegenueberliegenden strassenseiten und draengel sich dicht an dicht. zudem verkaufen pulperias auch medikamente und manche familien richten sich kleine provisorische arzeneilaedchen ein. woher auch immer diese ueberschuss an medikamenten kommen mag (ja. wir wissen es alle, nicht umsonst sind die packungsbeschreibungen auch hier auf deutsch, englisch und franzoesisch), es scheint eine menge davon in der welt vorraetig zu sein … wir bedienen uns grosszuegig. flitzkacke und mikroben/muecken-ueberreaktionen wollen ja schliesslich behandelt werden.
konnte mir niemand erklaeren! an an jeder ecke haengen schuhe ueber den stromleitungen … vielleicht hilft das gegen stromausfaelle. gestern gabs wieder einen heftigen. ich knuepf grad nichts ahnend an meinen armbaendchen, wir kucken „21 gram“, alles palletti soweit … ploetzlich KNALL alles stockduster. man konnte NICHTS mehr sehen. nur elsas zigarettchen gluhte noch vor sich hin. draussen hoert man schreie. irgendwie durchs wohnzimmer getastet. man konnte NICHTS wiklich gar nichts sehen, nach draussen gekuckt. genauso stockduster. ploetzlich werden die ganzen gluehwuermchen sichtbar. meine theorie: die stromausfaelle sind ein boykott der hiesischen gluehwuermchengewerkschaften, die fuehle sich verarscht, weil niemand sie sehen kann, bei dem ganzen licht … so siehts aus!
und der muell tuermt sich. wir haben uns schon gefragt, wo all der dreck, bei den regenfluten hingeschwemmt wird. da haben wir die antwort! in die viertel, die auf sandigen boden gebaut sind. da bleibt er dann schoen liegen.
am wochenende ist alles irgendwie sehr ausgestorben. RUUUUHEEEEEEEE!
paeuschen, auf die wiese setzen – auch wenn das mit hochgezogenen augenbrauen begafft wird – und jocotes oder mamones futtern!
cocoszeit! jippie! julio ausm esperanzaprojekt ist kurzzeitig wieder da, um sein arm zu kuerieren und begutachtet gerade meine auseinanderfallenden schuhe. als schuhpuzter geht das ja ma gar nicht! wie sehn die denn aus? da sollte ich was machen … danke julio ich nehms mir zu herzen …
ich sing wohl gerade irgendwas von bob marley …
„tray packed, u.s. extra fancy APPLES“
… ich war gerade bei werner im buero um mich mit marta (seiner assistentin) zu treffen. wie ich sie liebe. haben seniert, bis der arzt kommt und die zeit voellig und gaenzilig vergessen. jetzt faengts wieder an zu regnen. was sag ich: es schuettet. und ich mach mir gedanken, wie ich nach hause kommen soll. beim letzten experiment dieser art, hab ich mir ne fette erkaeltung zugezogen … aber bevor ich jetzt warte und dann trotzdem bis zum knie im wasser steh is eigendlich auch egal. hab noch nichmal feste schuhe an. na dann ma los, nix wie rein in die fluten …







































































